Berufen, ein Stein zu sein?
Bereit, ein Haus aufzubauen für Menschen
und ihnen Schutz zu bieten.
Ein Stein, der auch anstößt,
aus der Routine der üblichen Schritte herausreißt,
Bisheriges manchmal zum Stolpern bringt:
eine Entwickung, die notwendig ist.
Berufen, ein Weg zu sein?
Bereit, Schritte zu ermöglichen zu einem Ziel.
Ein Weg, der verläßlich und trittsicher ist,
der hell und einladend ist,
nicht mühsam, nicht zu steil.
Ein Weg, der zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter begehbar ist.
Berufen, ein Baum zu sein?
mit den Wurzeln fest in der Erde
und dem Himmel offen entgegengestreckt.
Ein Baum, der blühend das Auge erfreut,
der Früchte trägt und Nahrung gibt,
der Heimat ist für manchen Gesang.
Ein Baum, unter dem man aufatmen kann.
Berufen, Wasser zu sein?
Bereit, andere zu stärken und zu erfrischen,
ohne Nachgeschmack.
Wasser, das Leben ermöglicht und förderd,
das sich verschenkt, demütig und nützlich,
das da ist, wo man es benötigt und sucht.
Wasser, das manchmal den Himmel spiegelt
und Durchblick gibt bis auf den Grund.
Berufen, eine Brücke zu sein?
Bereit, auch manchmal gewagt,
Klüfte und Abgründe zu überwinden.
Eine Brücke, die verbindet und vermittelt
zwischen Menschen, Religionen und Konfessionen,
die einen Weg eröffnet, der sonst nicht da wäre.
Eine Brücke, die sicher ist,
die Spannungen und Belastungen aushält.
Berufen, ein Brief zu sein?
dessen Absender eigentlich Christus ist ...,
der seine Botschaft enthält.
Ein Brief der aufbauende, tröstende Worte hat,
der ermutigt und guten Rat gibt,
der klären und unterscheiden hilft.
Ein Brief - ja ein Liebesbrief Gottes -,
der zu rechten Zeit kommt.